Archive for the ‘Aktuelles’ Category

Rasse gehört nicht in den Biologieunterricht

Montag, September 20th, 2010
Der Begriff Rasse gehört nicht in den Biologieunterricht, sagt Kathrin Vizthum von der Lehrergewerkschaft GEW. Foto: Marco Kneise

Für Kathrin Vizthum von der Lehrergewerkschaft GEW ist die Sache klar: „Der Begriff Rasse gehört nicht in den Biologieunterricht und er gehört nicht in das Sprachbild, um die Unterschiedlichkeit von Menschen zu erklären.“
Erfurt. Das Thema Rassentheorie müsse im Rahmen der Vermittlung von Geschichte und Ethik, von Moral und politischem Selbstverständnis im schulischen Kontext bearbeitet werden. Schließlich ist die Frage auch politisch hochbrisant und kocht in Thüringen gerade in einer Zeit hoch, in der bundesweit über die umstrittenen Thesen von Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin diskutiert wird. Der umstrittenen Lehrplan für das Fach Biologie der 10. Klasse des Gymnasiums ist allerdings auch nicht taufrisch, sondern bereits zehn Jahre alt. Nach Angaben des Kultusministeriums wird der derzeit überarbeitet. Man rechnet damit, dass die neuen Leitlinien dann in etwa zwei Jahren im Unterricht umgesetzt werden können. (mehr …)

Hungeroffensive der Krise

Donnerstag, September 9th, 2010
Wilhelm Pieck (KPD)

[…] Von den Kapitalisten wird durch Massenentlassungen von Arbeitern und Angestellten, durch Lohn- und Gehaltsabbau, Abdrosselung der sozialen Unterstützungseinrichtungen, Erhöhung der Massensteuern und Zölle eine Hungeroffensive geführt um die Folgen der Wirtschaftskrise allein auf die Werktätigen abzuwälzen. Durch einen unerhörten Polizeiterror sollen Sie vom Kampf gegen diese Hungeroffensive abgeschreckt oder im Kampfe niedergeschlagen werden. Besonders werden die Kommunisten von der bürgerlichen Klassenjustiz in die Kerker geworfen. Durch einen barbarischen Strafvollzug werden die Gefangenen zugrundegerichtet. Und was tun die bürgerlichen Parteien? Helfen sie etwa den werktätigen Massen in ihrer Not? Nein. Im Gegenteil . Nur die Interessen des Kapitals vertreten sie im Parlament. (mehr …)

Rechter Terror

Donnerstag, September 2nd, 2010
Nazis wollen wieder am 4. September in Dortmund marschieren

Dortmund. Erschreckend perfide die Aktionen der Rechtsextremen, ihre Einschüchterungstaktiken. Nicht nur im Vorfeld des rechten Aufmarsches am Samstag [den 4. September 2010; d. Red.], sondern der alltägliche Terror. Da werden Erinnerungen wach an den Terror der SA. Auf einer Art Steckbrief samt Foto haben sie vor wenigen Tagen einen 29-jährigen Dortmunder öffentlich an den Pranger gestellt und denunziert: „Vorsicht! Kommunist in ihrer Nachbarschaft!“
Von Andreas Winkelsträter
Der Nazi-Terror in Dortmund ist nicht nur Thema, wenn es zu großen Aufmärschen kommt. Auch im Kleinen, im Alltag leiden Bürger unter den Aktionen Rechtsradikaler. Wie etwa ein 29-Jähriger, der auf Flugblättern als Feind der rechten Szene dargestellt wird. „Klar liest man sofort zwischen den Zeilen, dass das eine unmissverständliche Botschaft der Neonazis ist“, erklärt der junge Mann. „Sie sagen mir deutlich: ,Wir haben Dich im Visier! Pass auf, dass Du nicht was in die Fresse bekommst’.“ (mehr …)

Nazi wollte selbstgebaute Bomben zünden

Donnerstag, September 2nd, 2010
Angriffe auf Passanten und Polizisten am 1. Mai auf dem Ku’damm

Bei einer Demonstration von Rechtsextremen am 1. Mai in Berlin soll ein Demonstrant einen Anschlag geplant haben. Jetzt wurde der 19-jährige Neonazi in Aachen festgenommen.
Von Tagesspiegel-Autor Frank Jansen
Berlin ist am 1. Mai offenbar nur knapp einem rechtsextremen Anschlag entgangen. Die Polizei nahm am gestrigen Mittwoch in Aachen einen mit Haftbefehl gesuchten 19-jährigen Neonazi fest, der am Maifeiertag mehrere Sprengsätze mit sich geführt haben soll. Bei dem Mann handelt es sich um ein führendes Mitglied der Gruppierung „Kameradschaft Aachener Land“, die als besonders aggressiv gilt. Nach Informationen des Tagesspiegels wurde der Neonazi am 1. Mai bei Vorkontrollen der Polizei zum geplanten Aufmarsch der rechten Szene angehalten. (mehr …)

Blockieren wie in Dresden

Mittwoch, September 1st, 2010
Robert Krotzer

Neonazis gerieren sich mit »Nationalem Antikriegstag« als braune Friedensengel. Antifaschisten wollen rechten Aufmarsch in Dortmund am Sonnabend stoppen. Ein Gespräch mit Johannes Reyersbach.
Interview: Markus Bernhardt
Johannes Reyersbach ist Mitglied der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) und engagiert sich seit mehreren Jahren in der antifaschistischen Bewegung der Stadt
Die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) ruft dazu auf, sich an den Blockaden des von den sogenannten Autonomen Nationalisten ausgerufenen »Nationalen Antikriegstages« am 4. September in Dortmund zu beteiligen. Was unterscheidet besagten Aufmarsch von denen, die nahezu jedes Wochenende im gesamten Bundesgebiet stattfinden, warum soll man also von Berlin, Hamburg oder München nach Nordrhein-Westfalen fahren?
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