Archive for the ‘Rosa Luxemburg’ Category

Wir sind wieder bei Marx…

Dienstag, Juni 20th, 2000

Wir sind wieder bei Marx, unter seinem Banner. Wenn wir heute in unserem Programm erklären: Die unmittelbare Aufgabe des Proletariats ist keine andere, also – in wenigen Worten zusammengefasst – den Sozialismus zur Wahrheit und Tat zu machen und den Kapitalismus mit Stumpf und Stiel auszurotten, so stellen wir uns auf den Boden, auf dem Marx und Engels 1848 standen und von dem sie prinzipiell nie abgewichen waren. Jetzt zeigt sich, was wahrer Marxismus ist und was dieser Ersatz-Marxismus war, der sich als offizieller Marxismus in der deutschen Sozialdemokratie so lange breitmachte.1

  1. Rosa Luxemburg – Gründungsparteitag der KPD 1918/19 (GW 4, 494)

So breitet sich der…

Dienstag, Juni 20th, 2000

So breitet sich der Kapitalismus dank der Wechselwirkung mit nichtkapitalistischen Gesellschaftskreisen und Ländern immer mehr aus, indem er auf ihre Kosten akkumuliert, aber sie zugleich, Schritt für Schritt, zernagt und verdrängt, um an ihre Stelle selbst zu treten. Je mehr kapitalistische Länder aber an dieser Jagt nach Akkumulationsgebieten teilnehmen und je spärlicher die nichtkapitalistischen Gebiete werden, die der Weltexpansion des Kapitals noch offen stehen, um so erbitterter wird der Konkurrenzkampf des Kapitals um jene Akkumulationsgebiete, um so mehr verwandeln sich seine Streifzüge auf der Weltbühne in eine Kette ökonomischer und politischer Katastrophen.1

  1. Rosa Luxemburg – Antikritik, veröffentlicht 1921 (GW 5, 430)

Die Völker sollen…

Dienstag, Juni 20th, 2000

Die Völker sollen und können ohne Unterschied der Rasse und Farbe zusammen in Frieden leben. Nur dann kann man von Kultur reden, wenn Bande der Solidarität die Völker umschlingen. Solange die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen nicht abgeschafft ist, ist diese Solidarität nicht möglich.1

  1. Rosa Luxemburg – Dem Weltkrieg entgegen, 1911 (GW 3, 62)

Erst der Marxismus…

Dienstag, Juni 20th, 2000

Erst der Marxismus hat das richtige Verhältnis zwischen Ökonomie und Politik hergestellt – (mit dem glänzenden Resultat, das wir heute erleben).1

  1. Rosa Luxemburg – An Mathilde Wurm, Breslau 20. Januar 1918 (GB 5, 361)

Es ist nämlich der Kampf…

Dienstag, Juni 20th, 2000

Es ist nämlich der Kampf aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, der die Einsetzung der bürgerlichen Klassenherrschaft an Stelle der feudalen zum Zwecke hatte, worauf der Hinweis des kommunistischen Manifests abzielt. Hier galt die Unterstützung des Proletariats einer aufstrebenden Klasse, deren politischer Sieg über die Reaktion eine wirtschaftliche Notwendigkeit war. Heute liegen die Verhältnisse grundverschieden. Die Bourgeoisie hat überall das Ziel ihrer Bestrebungen erreicht, und wir sehen sie heute nicht mehr gegen die Reaktion kämpfen, sondern vielmehr mit den Überresten des Feudalismus zur offiziellen Vertretung der Reaktion vereinigt.1

  1. Rosa Luxemburg – Die sozialistische Krise in Frankreich, 1900/01 (GW 1/2, 63)