Archive for the ‘Israel – Palästina’ Category

Der zionistische Kolonialismus

Dienstag, Juni 29th, 2010

Der Zionismus war nationale Bewegung und zugleich auch ein koloniales Unternehmen, hatte also einen doppeldeutigen Charakter. Aus Europa brachte er die koloniale Sichtweise des weißen Mannes auf die »zurückgebliebenen« Völker im Nahen Osten mit. Im allgemeinen Bewusstsein der europäischen Öffentlichkeit wurden mit dem Begriff Imperialismus weder Ausbeutung und Unterdrückung, noch kriegerische Abenteuer assoziiert. Weithin herrschte die Meinung vor, die Eroberung von Kolonien und die Unterwerfung fremder Völker seien etwas Glanzvolles, und den armen Völkern Asiens und Afrikas die Zivilisation zu bringen, sei eine gute Tat. Der Autor Rudyard Kipling prägte und verkörperte den damaligen Zeitgeist idealtypisch. (mehr …)

Die Mullahs

Dienstag, Juni 29th, 2010

Die Region der arabischen Welt mit ihren 13 Millionen Quadratkilometern, 300 Millionen Arabisch sprechenden Menschen und ihren immensen ungelösten sozioökonomischen Problemen stellt gegenwärtig einerseits eine tickende Bombe dar, andererseits auch einen wenig entwickelten lukrativen Markt. Im Zentrum der Region schwelt ein über hundertjähriger Konflikt zwischen zwei Völkern die das Territorium Palästinas als ihre Heimat beanspruchen. Dieser Konflikt ist nicht der einzige in der Region. Aber alle Konflikte in der Region, ob zu Recht oder zu Unrecht, werden durch diese letzte koloniale Auseinandersetzung im Nahen Osten mit gespeist. Nach der Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes lassen sich alle anderen Konflikte leichter lösen. Wenn sie sich nicht mehr auf die Unterdrückung der Palästinenser beziehen können, werden es die Mulllahs in Teheran schwerer haben, jene arabischen Massen, die in ihren eigenen Regierungen ihre nationalen und antiimperialistischen Wünsche nicht mehr vertreten sehen, für sich zu vereinnahmen.1

  1. Wolfgang Gehrcke, Jutta von Freyberg, Harri Grünberg – Die deutsche Linke, der Zionismus und der Nahost-Konflikt – Eine notwendige Debatte (Köln, 2009); Seite 183f.

Der grüne Zweig

Dienstag, Juni 29th, 2010

»… Es gibt noch Völker, wie in Zimbabwe, Namibia, Südafrika und Palästina und andere, die Opfer von Aggression, Unterdrückung und Terror sind. Diese Regionen der Welt erleben eine bewaffnete Auseinandersetzung, die ihnen von den kolonialistischen und rassistischen Kräften auf terroristische Weise aufgezwungen wurde. Diese unterdrückten Völker sind gezwungen, sich dagegen zu wehren. Das ist ein legaler und gerechter Widerstand. Herr Präsident, die UNO muss sich für die Unterstützung dieser Völker einsetzen und ihnen helfen, ihr gerechtes Anliegen zum Erfolg zu bringen und ihr Selbstbestimmungsrecht zu erlangen. .. Den Plünderungen, Ausbeutungen und dem Aussaugen der Schätze der armen Völker muss ein Ende gemacht werden. (mehr …)

Palästinensischer Terror

Dienstag, Juni 29th, 2010

Militärisch hoffnungslos unterlegen (sowohl den Israelis als auch den arabischen Staaten gegenüber) blieb den Palästinensern nichts anderes als Terror übrig.1

  1. Michael Wolffsohn in: Wolfgang Gehrcke, Jutta von Freyberg, Harri Grünberg – Die deutsche Linke, der Zionismus und der Nahost-Konflikt – Eine notwendige Debatte (Köln, 2009); Seite 166.

Zionismusdefinition

Dienstag, Juni 29th, 2010

Der Zionismus ist eine politische Bewegung, die organisch mit dem internationalen Imperialismus verbunden ist und im Widerspruch zu allen Aktionen der Befreiung und der progressiven Bewegung in der Welt steht. Er ist rassistischer und fanatischer Natur; seine Ziele sind aggressiv, expansionistisch und kolonialistisch; seine Methoden sind faschistisch.1

  1. Artikel 22 der palästinensischen Nationalcharta vom 17. Juni 1968